
Diese Erklärung erscheint vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in der Förderlandschaft: Einschränkungen bei Integrationskursen, Kürzungen von Programmen wie den SIN-Mitteln und zunehmende Unsicherheiten bei der Finanzierung von Projekten über Gestaltungsmittel.
Angesichts der geplanten Kürzungen im Bereich Integration für das zweite Halbjahr 2026 sehen wir mit großer Sorge auf die möglichen Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Bezirk Harburg. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund liegt hier bei über 50 Prozent. Integration ist daher keine Randaufgabe, sondern eine zentrale Voraussetzung für sozialen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Zukunft unseres vielfältigen Bezirks.
Die unterzeichnenden Träger der Integrationsarbeit, Sprachschulen und zivilgesellschaftlichen Organisationen erklären gemeinsam:
Integration ist keine optionale Maßnahme, sondern eine grundlegende Voraussetzung für eine stabile und solidarische Stadtgesellschaft. In Harburg wird seit vielen Jahren durch zahlreiche Initiativen, Bildungsträger und Organisationen wertvolle Integrationsarbeit geleistet. Diese gewachsenen Strukturen tragen maßgeblich dazu bei, gesellschaftliche Spannungen zu vermeiden, Teilhabe zu ermöglichen und Perspektiven für viele Menschen zu schaffen. Kurzum: Sie stärken unsere Demokratie.
Viele Träger erleben regelmäßig erhebliche Unsicherheit – ausgelöst durch bundespolitische Entscheidungen, finanzielle Kürzungen und fehlende Planungssicherheit bei zentralen Förderinstrumenten. Inzwischen zeichnet sich jedoch eine Entwicklung ab, die die soziale Infrastruktur im Bezirk erheblich schwächen könnte. Betroffen sind nicht einzelne Projekte, sondern die Integrations-, Bildungs- und Kulturlandschaft im gesamten Bezirk...































Anfang des Monats wurden wir (der Harburger Integrationsrat) gefragt, ob wir uns an dem Projekt des Internationalen Tanzfestivals persönlich (Jury, Moderation und eine kleine finanzielle Beteiligung für die Preise), beteiligen.






